Über uns

Oasen brauchen Gärtner, Menschen, der sich um sie kümmern und dafür sorgen, dass die Wüste den grünen Flecken Land nicht zurückerobert. Seit über 100 Jahren ist genau das unsere Aufgabe. Wir das sind die Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, ein Missionsorden der römisch-katholischen Kirche, den es natürlich nicht nur im Nikolauskloster gibt.

Oblaten weltweit

Gegründet wurde unsere Gemeinschaft, die Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (Oblati Mariae Immaculatae, kurz OMI) im Jahr 1816 durch Eugen von Mazenod, einem französischen Priester und späteren Bischof von Marseille. „Den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden" – darin sehen wir Oblatenmissionare bis heute unsere Aufgabe. Rund 4300 Patres und Brüder tun dies in 65 Ländern der Erde.

Wichtige Arbeitsbereiche unseres Ordens sind Exerzitien, Gemeindemissionen und Pfarrseelsorge. Zudem ist für uns die Jugendseelsorge und Bildungsarbeit bedeutend. Die Gemeinschaft führt unterschiedliche Bildungseinrichtungen in allen Teilen der Welt. Auf diesem Weg hat unser Orden bereits tausende junge Menschen auf ihrem Weg ins Leben begleitet. Ziel aller Bemühung ist dabei, den Jugendlichen zu einem bewussten Leben als Christ zu ermutigen und ihm zu helfen, die richtigen Entscheidungen für sein Leben zu treffen.

Als weltweit tätige Gemeinschaft sind Internationalität, Zusammenarbeit und Entwicklungsförderung für uns keine Lippenbekenntnisse, sondern Teil unseres Alltags. Seit 1895 sind wir in Deutschland tätig, wo man uns auch als „Hünfelder Oblaten" kennt. In der heutigen Mitteleuropäischen Provinz arbeiten und leben rund 170 Patres, Brüder und Studenten in insgesamt 19 Klöster in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik. Von hier aus unterstützen wir Missionsprojekte in aller Welt und helfen bei der Ausbildung von Missionarinnen und Missionaren.

 

Das Video "Neustart: von einem, der sich und die Welt verändert" stellt unseren Stifter, unsere Geschichte und unsere Arbeit kurz vor:

Wissenswertes über unsere weltweiten Tätigkeiten finden Sie auch unter www.oblaten.org.

Eugen v. Mazenod – Gründer der Oblaten M.I. und ein „Heiliger für unsere Zeit“

Eugen von Mazenod, der Ordensgründer der Oblaten, wurde am 1. August 1782 in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence als Sohn einer adeligen Familie geboren. Im Alter von acht Jahren, nach Ausbruch der Französischen Revolution, musste Eugen mit seiner Familie die Heimat verlassen und nach Italien fliehen – für elf ganze Jahre. Nach seiner Rückkehr fühlte er sich immer verlassener im oberflächlichen Leben, bis schließlich jene bedeutende Karfreitagsliturgie im Jahre 1807 kam: Vor dem Kreuz brach Eugen in Tränen aus. „Meine Seele wandte sich Gott zu, ihrem letzten Ziel, ihrem einzigen Gut, dessen Verlust sie tief empfand." Tief geprägt von diesem Erlebnis, reifte mehr und mehr ein Wunsch in ihm heran: Alles für Gott und die Kirche tun, zum Heil der Menschen. Gegen den Willen seiner Mutter trat er im Oktober 1808 ins Pariser Seminar Saint Sulpice ein. Bereits drei Jahre später, am 21. Dezember 1811, empfing er in Amiens die Priesterweihe.

In seine südfranzösische Heimat zurückgekehrt, widmete er sich insbesondere den Gefangenen, Jugendlichen und der einfachen Landbevölkerung. Am 25. Januar 1816 gründete er gemeinsam mit anderen Priestern die Gemeinschaft "Missionare der Provence". Zehn Jahre später, am 17. Februar 1826, bestätigte Papst Leo XII. die Gemeinschaft und gab ihr den Namen "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" – kurz: OMI. Mit der Weihe zum Bischof von Marseille wartete 1832 eine neue große Herausforderung auf Eugen. Im Jahre 1841 erfüllte sich schließlich die Vision der Oblaten, auch die Völker in fernen Ländern zu missionieren. Heute leben und arbeiten mehr als 4300 Oblaten auf allen Kontinenten der Welt.

Eugen starb am 21. Mai 1861 im Alter von 79 Jahren in seiner Bischofsstadt Marseille. Noch auf seinem Sterbebett verkündete er eindringlich seine Botschaft: „Übt untereinander die Liebe, die Liebe, die Liebe...und nach außen hin den Eifer für die Seelen!" Diese aufopfernde Liebe für die Kirche und die Menschen, insbesondere für die Armen, bestimmten sein Leben und dienen als leuchtendes Vorbild. So wurde Eugen von Mazenod am 19. Oktober 1975 durch Papst Paul VI. selig und am 3. Dezember 1995 durch Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.

Ein „Heiliger für unsere Zeit" – das ist und bleibt Eugen von Mazenod. Seinem Beispiel folgen viele Menschen bis heute, sein Wirken ist spürbar geblieben. Was ihn bewegte und woraus er lebte, scheint in unzähligen privaten Briefen auf.

Auf dem Internet-Blog http://www.mazenod.de/ sind Sie eingeladen, durch kurze Texte den „Heiligen für unsere Zeit", Eugen von Mazenod, kennenzulernen.

Mission

Das deutsche Wort "Mission" stammt vom lateinischen Ausdruck  missio, was „Auftrag“ oder „Sendung“ bedeutet. Gemeint ist damit die Bekanntmachung des christlichen Glaubens unter Menschen, die keine Christen sind. Dabei geht es nicht darum, jemanden den eigenen Glauben aufzuzwingen, sondern ihn einzuladen, die eigene Hoffnung kennenzulernen. Mission ist die Sendung zu den Menschen, ist der Auftrag ihnen von Gott zu erzählen, ihnen Gott anzubieten. Oblatenmissionare tun das überall auf der Welt. Ob in den arktischen Regionen Nordamerikas, im philippinischen Dschungel, in den afrikanischen Halbwüsten oder am Niederrhein, als Missionare arbeiten wir Oblaten immer dort, wo die Kirche uns braucht. Oblatenmissionare sind weltweit als Seelsorger und Lehrer, Ausbilder und Handwerker tätig. Wir verkünden die Frohe Botschaft und fördern Entwicklung.