| Ort: Nikolauskloster

Kräuterweihe

Vor allem im süddeutschen Raum, aber auch in vielen ländlichen Gegenden, wo die Landwirtschaft von großer Bedeutung ist, wurden früher und bis heute an Mariä Himmelfahrt Kräuterbüsche geweiht. Dieser Brauch ist schon seit dem 9. Jahrhundert bekannt und ist in den letzten Jahren wieder mehr aufgelebt. Das Brauchtum geht vermutlich auf die Überlieferung des Kirchenvaters Johannes von Damaskus zurück, der zufolge dem leeren Grab Mariens bei seiner Öffnung ein Wohlgeruch nach Rosen und Kräutern entstiegen sein soll. Typische Kräuter neben Alant sind Echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und die verschiedenen Getreidesorten. Wir möchten Sie einladen, auf die Wiesen und Felder zu gehen und solche Kräuterbüsche zu binden und beim Abendgottesdienst in der Klosterkirche weihen zu lassen.

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